Landwirtschaft & Ernährung

Unsere Erde erlebt einen dramatischen Anstieg der Weltbevölkerung. Waren es 1900 gerade einmal 1,6 Milliarden Menschen, sind es aktuell schon über 7 Milliarden. Für 2050 rechnen die Vereinten Nationen gar mit fast 10 Milliarden Menschen. Dank weltweiten Produktionssteigerungen in der Landwirtschaft durch Industrialisierung und verbesserte Anbaumethoden produziert die Welt trotz dieses Wachstums mehr Lebensmittel denn je.

Doch diese Art der Nahrungsmittelproduktion hat auch ihre Schattenseiten: Der Energieaufwand ist immens, der flächendeckende Einsatz von Kunstdünger, Gülle, Pestiziden und Antibiotika belastet Umwelt und Menschen gleichermaßen. Agrarland ist in vielen Teilen der Erde längst zu einem Spekulationsobjekt geworden, um das nicht selten im wahrsten Sinne des Wortes auch „gekämpft“ wird und trotz intensiver Produktionssteigerungen sind noch immer 800 Millionen Menschen weltweit vom Hungertod bedroht.

Das Langenburg Forum 2013 rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen könnte, die nicht auf Raubbau an der Natur und agroindustrielle Produkte und globale Wertschöpfungsketten setzt, sondern auf regionale Wirtschaftskreisläufe und ökologisches Wirtschaften.

Was sind vor diesem Hintergrund die gemeinsamen Interessen von Landwirten, verarbeitenden Unternehmen und Lebensmitteleinzelhändlern, Umwelt- und Verbraucherschutzgruppen und der Politik? Und welche Interessenskonflikte brauchen Regulierung, damit nachhaltiges (Land-)Wirtschaften wettbewerbsfähig wird? Und wie kann es gelingen, die große Masse der Verbraucher zu überzeugen, dass gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel ihren Preis haben?

Das Langenburg Forum will darauf Antworten geben, zur Diskussion zwischen den Vertretern der unterschiedlichen Interessengruppen anregen und präsentiert aber auch internationale Best Practice Beispiele sowie Modellprojekte aus der Bio-Vorzeigeregion Hohenlohe.

Die Konferenz wird feundlich unterstützt von: